Gäste aus aller Welt am GAG

Gäste aus aller Welt am GAG

Wenn Jugendliche aus verschiedenen Erdteilen an einem Wochenende gemeinsam essen, miteinander tanzen und vieles über deren Länder erfahren, dann ist das gelebte UNESCO-Philosophie interkulturellen Lernens, auf die das GAG als UNESCO-Schule besonderen Wert legt. Zehn Schülerinnen und Schüler aus Namibia, Chile, Dänemark und der Türkei erleben in diesem Schuljahr ihre sehr individuell zugeschnittenen Gastaufenthalte bei ihren Partnerschülern des Graf-Adolf-Gymnasiums in Tecklenburg. Englisch- und Spanischlehrer Björn Igelbrink organisierte die Gastaufenthalte von Josephine Belen Aldridge Sanhueza (San Felipe), Johanne Balslev (Kopenhagen) und Bakalim Sarp (Istanbul), und das Austauschprogramm mit der UNESCO-Partnerschule des GAG in Namibia, dem Concordia College in Windhoek, wird seit 2009 von Dr. Klaus Hefner koordiniert.

Um insbesondere den vier Mädchen (Natalia Nghishitelwa, Morveze-Rue Patoko, Dantago Uiras und Vannessa Tjiseseta) und zwei Jungen (Bradley Hoebeb und Evarist Embula) aus Namibia die Eingewöhnung im winterkkalten Deutschland zu erleichtern, lud das Lehrerteam, bestehend aus Dr. Klaus Hefner, Andrea Bergmeyer, Jackey Tjikumise und Tobias Sechelmann alle internationalen Gastschüler und deren Austauschpartner zu einem gemeinsamen Wochenende in der Jugendherberge Tecklenburg ein. Während die Gäste Einblicke in die Region erhielten, erfuhren die Gastgeber eine Menge über deren Herkunftsländer. Bildpräsentationen über Chile, Dänemark und Namibia wurden ergänzt durch Vorträge über interkulturelle Kompetenz und aktuelle globale Herausforderungen. Typische Vorurteile konnten thematisiert und ausgeräumt und gruppendynamische Prozesse in Gang gesetzt werden. Eine Nachtwanderung durch Tecklenburg und den umliegenden Wald wurde zum Highlight, zumal derartige Aktivitäten in vielen Ländern dieser Welt gar nicht möglich wären. Alle Teilnehmer waren begeistert und erkannten einmal mehr, wie sehr das Englische ihnen die Kommunikation in jeder Hinsicht erleichtert.

Trotz unterschiedlicher Verweildauer lässt das GAG-Austauschprogramm in der Oberstufe mit seiner Kombination aus ’normalem‘ deutschen Schul- und Privatleben und zahlreichen gemeinsamen Unternehmungen bei allen das Gefühl einer internationalen Begegnung aufkommen, bei der die englische Sprache eine zentrale Rolle spielt, auch wenn alle primär gekommen sind, um ihr Deutsch zu verbessern.

Bei einer zweitägigen Exkursion nach Berlin erlebte die namibisch-deutsche Gruppe Hauptstadt-Flair und eine Besichtigung des Reichstagsgebäudes, wo insbesondere auch der Plenarsaal des Bundestags besucht wurde. Alle waren zu einem Empfang in der Botschaft Namibias (Foto) eingeladen und schnupperten ein wenig diplomatische Atmosphäre. Ein gemeinsames Abendessen in einem amerikanischen Diner-Restaurant unterstrich die Bedeutung der gemeinsamen englischen Kommunikation.

Der Abschlussabend der Namibianer, die sich ganz besonders für die neuen Technikräume am GAG interessierten, fand mit westfälischen Spezialitäten auf Gut Erpenbeck statt, und am Freitag fliegt die Gruppe nach einmonatigem Aufenthalt zurück in das jetzt sommerliche Windhoek.

(Hö)