Lernpotenziale

Lernpotenziale

lernpotenziale„Lernpotenziale. Individuell fördern im Gymnasium“ heißt ein zweijähriges Projekt des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, der Stiftung Mercator und des Instituts für soziale Arbeit e.V. in Münster als Träger der Serviceagentur „Ganztägig lernen in NRW“, an dem 142 Gymnasien aus ganz Nordrhein- Westfalen teilnehmen – so auch das Graf-Adolf-Gymnasium.

Landesweit wurden 20 Schulnetzwerke gegründet, vier davon im Regierungsbezirk Münster, die in den Bereichen pädagogische Diagnostik, Lernberatung sowie individuelle Förderung im Unterricht bzw. in Lernzeiten schulspezifische Projekte erarbeiten. Das Projekt unterstützt Ganztagsgymnasien und Halbtagsgymnasien, innovative Konzepte der individuellen Förderung auf der Basis ihrer bereits vorhandenen Strukturen zu entwickeln. Seit 2012 hat sich jedes Netzwerk aus sieben Schulen regelmäßig getroffen, Erfahrungen ausgetauscht, fachliche Unterstützung bekommen, Projektideen diskutiert und in Piloteinheiten in der Praxis erprobt.

In diesem Zeitraum lag der Schwerpunkt der Projektarbeit des Graf-Adolf-Gymnasiums darin, die Entwicklung der Profilklassen (bilingual, MINT und kreativ) in Zusammenarbeit mit anderen Schulen aus dem Netzwerk voranzutreiben. Im Mittelpunkt dieses Projekts steht die Möglichkeit der Schülerinnen und Schüler nach einer vertiefenden Erfahrung mit der englischen Sprache in den Klassen 5 und 6 und einer intensiven Beratung, sich nach den individuellen Neigungen und Fähigkeiten für das geeignete Profil ab der Jahrgangsstufe 7 zu entscheiden. Durch die Wahl einer individuell angepassten Laufbahn am Ende der Erprobungsstufe soll eine leistungs- und begabungsgerechte Profilklasse gewählt werden können. Die Einrichtung von Profilklassen erst ab der Jahrgangsstufe 7 ist Grundlage für eine individuelle Differenzierung und Förderung, die besonders die individuelle Lernerfahrung der Schülerinnen und Schüler bei der Wahl der Profilklassen berücksichtigt.

Zum Auftakt eines neuen Projektdurchgangs (1.1.2015 -31.1.2018) wurde bereits im Oktober 2014 eine Transferveranstaltung eingerichtet, bei der zwei Vertreter des Graf-Adolf-Gymnasiums den zukünftigen Teilnehmerschulen die Ergebnisse der bisherigen Projektarbeit und das damit verbundene Konzept des Graf-Adolf-Gymnasiums präsentierten und für eine Vielzahl von Fragen und Anregungen zu Verfügung standen. Motiviert durch die gewinnbringenden Netzwerktreffen und die Ergebnisse der eigenen Arbeit wird auch das Graf-Adolf-Gymnasium Teilnehmer bei der Neuauflage der Projekts Lernpotenziale sein. Das Ziel soll eine weitere vertiefende Begleitung von Schülerinnen und Schülern sein, damit diese ihre Stärken und Schwächen erkennen, die passenden Profile gefunden und Fördermaßnahmen ergriffen werden können (z.B. Fördergespräche und Förderpläne). Das Graf-Adolf- Gymnasium möchte sich als eine Institution erkennen, in der die Schülerinnen und Schüler individuell betreut werden und sich vor allem in ihren Stärken erkannt fühlen und lernen eigenverantwortlich zu arbeiten, denn – so Schulministerin Sylvia Löhrmann – man müsse umdenken lernen: weg von einer Defizitorientierung hin zu einer Potenzialorientierung.