Mittelstufe

Mittelstufe (Klassen 7 bis 9)

Mittelstufe

Die Mittelstufe baut auf den inhaltlichen und methodischen Grundlagen auf, die in der Erprobungsstufe gelegt wurden. Sie bereitet die Schülerinnen und Schüler damit auf die Arbeit in der Oberstufe vor.

Vor allem sollen gefördert werden:

  • das Erkennen eigener Ressourcen und Potentiale
  • das selbstständige Handeln und Lernen

Im Zusammenhang mit diesen Aufgaben und Zielen der Mittelstufe haben sich als besondere Akzentuierungen an dieser Schule folgende Schwerpunktbereiche herausgebildet:

1. Profilbildung

Die Schülerinnen und Schüler verlassen ihren Klassenverband der Erprobungsstufe und entscheiden sich auf der Grundlage eigener Erfahrungen in der Erprobungsstufe und nach intensiver Beratung für eines der angebotenen Profile. Das sind:

  • MINT Zweig: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik
  • bilingualer Zweig: Biologie und Geschichte bilingual
  • kreativer Zweig: Kreativität im sprachlichen und schriftlichen Bereich

Dies setzt eine enge Kooperation zwischen Erprobungsstufe und Mittelstufe voraus. Um den Schulerfolg zu unterstützen, wird das System der pädagogischen Konferenzen fortgesetzt, die zweimal im Schuljahr – vor dem Elternsprechtag im 1. Halbjahr und etwa 10 Wochen vor dem Ende des Schuljahres – stattfinden.

2. Wahlpflichtbereich

Unabhängig von der Profilwahl steht  der Wahlpflichtbereich. Hier können die Schülerinnen und Schüler nochmals ihren Neigungen gemäß einen Schwerpunkt  setzen:

Es werden angeboten:

  • Im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich: Erdkunde/ Sozialwissenschaften,
  • im naturwissenschaftlichen Bereich: Biologie/Chemie
  • im mathematischen Bereich: Informatik
  • und eine dritte Fremdsprache: Französisch.

Diese Bandbreite soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, besonders im Hinblick auf die in der Oberstufe anstehenden Kurswahlen ihre Begabungsschwerpunkte zu finden. Da die Differenzierungsfächer in der Regel für zwei Jahre zu belegen sind, findet eine ausführliche Beratung der Schüler und Schülerinnen sowie der Eltern statt.

Ab der Jahrgangsstufe 8 kann als Ersatz für den konfessionellen Religionsunterricht auch das Fach Praktische Philosophie gewählt werden.

Zur Jahrgangsstufe 9 wählen die Schüler zwischen den Fächern Kunst und Musik, die sie dann für ein Schuljahr belegen.

3. Beratung und Förderung

An unserer Schule gibt es neben den  Zeugniskonferenzen zwei zusätzliche „Pädagogische Konferenzen“, nach den Herbstferien als Information mit ersten Eindrücken und als „Blaue-Briefe-Konferenz“ im 2. Schulhalbjahr. Hier werden vor allem pädagogische Aspekte beraten und Maßnahmen der Förderung besprochen und protokolliert. Alle Fachlehrer der Klasse verstehen sich als Team, das hier gemeinsam handeln muss. Bewährt hat sich diese Form, weil bei Zeugniskonferenzen auf frühere Signale und eingeleitete Maßnahmen verwiesen werden kann. Bezogen auf den Bedarf in den einzelnen Jahrgangsstufen können Schülerinnen und Schüler an Förderstunden in den Fächern Englisch, Mathematik, Deutsch, Latein oder Französisch teilnehmen.

Die „individuellen Lern- und Fördergespräche“ ergänzen die im Zusammenhang mit der Leistungsbewertung und Notengebung verbundenen Beratungsprozesse.  Bei laufbahngefährdenden Problemen können Schülergruppen und einzelne Schülerinnen und Schüler durch ein Coaching-Angebot unterstützt werden.

Besonders begabte Schülerinnen und Schüler können mit tutorieller Begleitung am Unterricht  (z. B. auch nur in einem Fach) einer höheren Klasse teilnehmen oder eine Klasse überspringen.

4. Austausch und Fahrten

In der Jahrgangsstufe 8 findet der deutsch-französische Schüleraustausch statt, der auf eine langjährige Tradition zurückblickt.  Partnerschule in Frankreich ist das Collège Saint Exupéry in Chalonnes-sur-Loire.

Die Schülerinnen und Schüler, die nicht am Frankreichaustausch teilnehmen, haben die Gelegenheit, nach Trier zu fahren, wo auf sie ein Programm zum Schwerpunkt UNESCO-Schule wartet.

Auch die Schülerinnen und Schüler, die Latein als zweite Fremdsprache gewählt haben, fahren für vier Tage nach Trier, um auf den Spuren der Römer zu wandern.

In der Jgst. 9 gibt es für alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an einem Austausch mit der niederländischen Partnerschule De Waerdenborch in Holten teilzunehmen. Im ersten Halbjahr des Schuljahres empfangen die Tecklenburger ihre Gäste aus den Niederlanden und der Gegenbesuch findet dann im Frühjahr statt.

Ein für viele Schülerinnen und Schüler unvergessliches Ereignis ist die Skifreizeit nach Hainzenberg/Österreich, an der die gesamte Jgst.9 des Graf-Adolf-Gymnasiums teilnimmt.  Abgesehen vom Erlernen oder Perfektionieren des Skifahrens lernen die Schülerinnen und Schüler das klassenübergreifende Gemeinschaftserlebnis eines einwöchigen Aufenthalts auf der Skihütte kennen. Diese Form des sozialen Lernens ist sehr intensiv und wird durchgehend von allen Beteiligten als besonders bereichernd empfunden.