„Wer sich in Patagonien beeilt, verliert Zeit …“

„Wer sich in Patagonien beeilt, verliert Zeit …“

Max Thieme-Hack hat sich entschlossen, nach der EF das Schuljahr 2017/18 im Ausland zu verbringen. Mit dem Rotary Jugenddienst Deutschland sind aber auch kürzere Auslandsaufenthalte möglich. Max ist in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile angekommen und berichtet hier von seinen ersten Eindrücken:
„Ich habe eine ganz unglaubliche Zeit hier! Mir geht es super und nach einem Monat habe ich mich schon denkbar gut eingelebt. Ich wohne in einer Wohnung in Santiago Centro und fahre jeden Tag mit dem Bus und der U-Bahn zur Schule. Die Schule ist fantastisch. Ich habe schon viele Freundinnen und Freunde gefunden und spiele bald auch im Fußballteam der Schule. Neben meinen Freundinnen und Freunden aus der Schule habe ich sehr viele Freundinnen und Freunde unter den Austauschschülerinnen und -schülern gefunden. Wir treffen uns sehr oft im Costanera Center in Santiago. Es ist jedes mal ein riesiger Spaß, weil so viele Kulturen aufeinander treffen.
Mit meinem Spanisch geht es gut voran, aber besonders mein Englisch wird in dieser Zeit besser. Ein paar Tage zuvor waren die Nationalfeiertage hier in Chile, was bedeutet, dass ganz Chile in Feierstimmung ist. Ich bin zu diesem Anlass zu meinem Gastvater im Süden von Chile geflogen und hier erlebe ich eine komplett andere Seite von Chile als ich sie in den ersten zwei Wochen meines Austausches kennengelernt habe. Hier gibt es keine Großstadt, sondern schier unendliche Weiten und wunderschöne Landschaften! Und nichts ist hektisch oder angespannt. Hier in Patagonien sagt man: „El que se apura en la Patagonia pierde el tiempo.“ Was so viel heißen soll wie dass man seine Zeit nur verschwendet, wenn man in Eile ist, weil man sie nicht genießen kann. Mir sind aber auch schon klare Unterschiede in puncto Pünktlichkeit in Santiago zu Deutschland aufgefallen. Wenn man hier zehn Minuten vor Schulanfang zur Schule kommt, ist man mindestens eine halbe Stunde zu früh, weil jeder, sogar der Lehrer, mindestens zehn Minuten zu spät kommt! Das ist aber auch nur einer der vielen Unterschiede, die mir zu Deutschland aufgefallen sind. Ich bin unendlich dankbar, dass ich ein ganzes Jahr hier verbringen darf!“
Max verbringt das Schuljahr 2017/18 in Santiago de Chile, der Hauptstadt des südamerikanischen Landes.
(Ig)