Grundschulkinder bauen Linsenlochkamera

Grundschulkinder bauen Linsenlochkamera

Wie sich eine Dose Stapelchips in eine Lochkamera umbauen lässt, erfuhren 40 Grundschulkinder am Graf-Adolf-Gymnasium Tecklenburg. Sport-, Mathematik- und Physiklehrer Stefan Mentzendorff hatte im Rahmen der Übergangsgestaltung und des Netzwerks „Zukunftsschulen NRW – Netzwerk Lernkultur Individuelle Förderung“ für Viertklässlerinnen und Viertklässler dieses Angebot gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 vorbereitet.
Im Übungsraum Naturwissenschaften begrüßte der MINT-Koordinator Stefan Mentzendorff mit Erprobungsstufenkoordinator Björn Igelbrink die Mädchen und Jungen. In zwei angrenzenden Klassenräumen hatten die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus dem achten Jahrgang Kleingruppentische vorbereitet. Mit ihren Kenntnissen assistierten sie den Grundschülerinnen und Grundschülern.
Zunächst war die Dose mit den Stapelchips zu entleeren, auszuwischen und in der Mitte durchzusägen sowie schräg aufzuschneiden. Mit Klebestreifen, Pergamentpapier, einer Linse und Klarsichtklebeband entstand für jedes Kind eine Linsenlochkamera. Dabei bohrten die älteren Schülerinnen und Schüler ebenfalls Löcher in den Dosenboden.
Mit ihrer gebastelten Kamera gingen die Grundschulkinder begleitet auf Erkundungstour durch das GAG. Sie betrachteten die Lichterkette am geschmückten Tannenbaum in der Pausenhalle und fanden mit Hilfe von bunten Birnen schnell heraus, dass das gelbe und blaue Licht in ihrer Kamera seitenverkehrt abgebildet werden. Oder sie erforschten, wie die die Linsenlochkamera Tageslicht abbildet oder wie sich das Gitter vor dem Neonröhrenlicht im Klassenraum scharf darstellen lässt.
Zwischendurch knabberten die GAG-Gäste und ihre älteren Begleiterinnen und Begleiter natürlich einige Chips und ließen sich dazu passende Getränke schmecken. Abschließend folgte ein kleiner Filmbeitrag im naturwissenschaftlichen Übungsraum aus der „Bibliothek der Sachgeschichten“. Armin Maiwald erklärte in einer kindgerechten Sachgeschichte den Aufbau und die Funktionsweise einer wirklichen „Camera obscura“, die eine Weiterentwicklung der Linsenlochkamera ist.
Mit vielen neuen Eindrücken und einer selbst hergestellten Linsenlochkamera verließen die Viertklässlerinnen und Viertklässler nach der Verabschiedung durch Stefan Mentzendorff und Björn Igelbrink das GAG. Die beiden Lehrer luden selbstverständlich herzlich zum Tag der offenen Tür ein, der am Freitag, 20. Januar 2017, von 15 bis 18 Uhr Einblicke in zahlreiche GAG-Räume gestattet und viele Angebote bereit hält, die sich an Grundschulkinder richten.
(Ig)