Anna-Luisas Monat „outre-Rhin“

Anna-Luisas Monat „outre-Rhin“

Ende September fuhr ich für knapp vier Wochen nach Frankreich. Ich habe bei meiner Gastfamilie in Rochefort-sur-Loire, in der Nähe von Chalonnes, gewohnt. Im Vorfeld habe ich schon mit meinem Austauschpartner und den Eltern geschrieben, und wir haben uns schon ein bisschen kennengelernt. In Angers am Bahnhof wurde ich dann herzlich von meiner Gastfamilie empfangen und wir fuhren nach Hause. Mir ist sofort aufgefallen, dass der Lebensstandard in Frankreich ganz anders ist als daheim. Die Häuser sind viel kleiner und oftmals sehen sie von außen noch nicht fertig gebaut aus. Auch von innen ist vieles eher bescheiden, aber trotzdem total schön, ich bekam sogar ein eigenes kleines Zimmer. Meine Gastfamilie war sehr nett zu mir und hat alles versucht, um meinen Aufenthalt so schön wie möglich zu machen.

Wir haben jeden Abend warm und sehr lecker gegessen. In meiner Gastfamilie musste jeder mal kochen, aber in den meisten Fällen haben die Eltern gekocht. Es war immer sehr lecker. Ich habe viel gegessen, was ich bereits kannte, aber ich habe auch viel Neues kennengelernt. Und es hat mir immer sehr gut geschmeckt.

Besonders die Schule ist in vielerlei Beziehung sehr unterschiedlich. Es fängt schon damit an, dass die Einteilung der Schulen in Frankreich eine andere ist. Das Collège-Saint-Exupéry, welches ich besucht habe, kann man ungefähr mit der Unterstufe und der Mittelstufe vergleichen. Der Schulalltag verlief deutlich organisierter und strenger. Im Unterricht wurde man sofort angesprochen, wenn man nur ein bisschen geredet hat. Während der Pausen durfte man nichts essen und das Handy ist strengstens verboten. Auch die Toiletten waren nur zu bestimmten Zeiten geöffnet. Die Lehrerinnen und Lehrer haben oft versucht, mit mir zu reden. Ich habe am Anfang fast gar nichts verstanden. In den ersten Tagen habe ich mir einfach nur gewünscht, wieder nach Hause zu kommen. Es waren zwar alle sehr nett zu mir, aber ich habe mich trotzdem sehr unwohl gefühlt. Aber die Französinnen und Franzosen waren so super nett zu mir und ich habe sehr schnell neue Freundinnen und Freunde gefunden. Dadurch wurde der Schulalltag echt schön und es hat sehr viel Spaß gemacht. Bis auf den Mittwoch hatten wir immer bis 16.00 Uhr Schule und außerdem noch eine lange Rückfahrt wieder nach Hause. Dadurch war der Schulalltag immer sehr anstrengend und für Freizeit blieb nicht viel Zeit. Am Wochenende haben wir dann immer etwas unternommen. Wir sind nach Angers, Nantes und Chalonnes gefahren, waren Bowling spielen, Fahrrad fahren, und wir waren mehrfach im Kino.

Alles in allem war es ein sehr schöner Aufenthalt und ich habe viele neue Erfahrungen gesammelt, viel gelernt, Neues kennengelernt und ausprobiert. Und vor allem habe ich Freundinnen und Freunde gefunden, mit denen ich auch weiterhin in Kontakt stehe. Ich freue mich, wenn sie im April 2018 nach Deutschland kommen werden.

Anna-Luisa (Jahrgangsstufe 9) war im Schuljahr 2017/18 mehrere Wochen im Austausch in Frankreich.