Christmas swim, Irish dancing und Hurling

Christmas swim, Irish dancing und Hurling

In diesem Bericht möchte ich über meinen fünfmonatigen Irlandaufenthalt berichten. In dieser Zeit durfte ich viele schöne Sachen erleben und konnte vieles von Irland sehen.

Irland ist ein wunderschönes Land. Die Gastfreundlichkeit der Leute ist mir sofort aufgefallen. In Irland leben nur um die 4,5 Millionen Leute, dadurch hatte ich oft das Gefühl, dass jeder jeden irgendwie kennen würde. Die Städte sind eher kleiner, aber natürlich gibt es alles, was man braucht.

Das Wetter wird in Irland ja öfter als etwas kälter und vor allem regnerisch beschrieben. Ich muss dazu jedoch sage, dass ich super viel Glück mit dem Wetter hatte und während meiner fünf Monate echt oft die Sonne geschienen hat. Mein Gastvater hat mir auch häufig gesagt, wie viel Glück ich mit dem Wetter hatte und dass es normalerweise mehr Regen geben würde.

In meiner Schule hatte ich jeden Tag bis auf freitags neun Stunden Unterricht. Deswegen war ich meist bis 16 Uhr in der Schule. In Irland ist es normal eine Schuluniform zu tragen. Ich hatte einen weinroten Pulli, darunter eine mintblaue Bluse und eine dunkelblaue Hose oder einen dunkelblauen Rock und dazu noch schwarze Schuhe. Im Schulsport gab es zwar keine Uniform, jedoch einen Dresscode, der nur dunkelblaue Jogginghosen und weiße Oberteile erlaubt. Die Uniformen variieren in jeder Schule. Ich besuchte eine kleine gemischte Schule, obwohl es in Irland meist reine Mädchen- und Jungenschulen gibt. Auch in dem Schulsystem gibt es Unterschiede, denn in Irland gibt es in den Hauptfächern während des Halbjahres keine Arbeiten, sondern am Halbjahresende werden in jedem Fach sogenannte Examen geschrieben. Für die Examen muss man noch einmal alles wiederholen, was man im Halbjahr gelernt hat. Diese Noten ergeben quasi die Zeugnisnoten.

Mit meiner Gastfamilie hatte ich sehr viel Glück. Sie wohnt etwas außerhalb in einem großen Haus mit Garten. Ich hatte drei kleine, süße Gastschwestern im Alter von neun, neun und elf Jahren. Außerdem hatten sie noch einen süßen kleinen Hund. In den Ferien sind wir oft nach Galway zu den Großeltern gefahren. Diese wohnen sehr nahe am Meer, wodurch wir schnell zum Strand konnten. Am 25. Dezember, also am irischen Weihnachtstag, habe ich dadurch mit meinem Gastvater beim sogenannten „Christmas swim“ mitgemacht und wir sind drei mal ins Meer gesprungen. Es war echt kalt, aber es waren natürlich auch noch andere da, die auch mitgemacht haben. An Neujahr haben wir kein Feuerwerk gemacht. Wir waren schön essen und haben auf den Countdown gewartet. In Irland braucht man für Feuerwerke eine Sondererlaubnis, da es sonst illegal ist. Natürlich haben auch manche ein Feuerwerk gezündet. Nur leider regnete es etwas um Mitternacht, sodass wir nicht mehr rausgegangen sind und kein Feuerwerk sahen. Meine Gastmutter hat es sogar geschafft, dass wir Michael D. Higgins, den Präsidenten von Irland, treffen konnten (siehe Foto). Ich habe mich generell super mit meiner Gastfamilie verstanden und hätte keine bessere haben können.

In der Zeit in Irland durfte ich außerdem die traditionelle Tanzart, „Irish dancing“, ausprobieren. Da meine Gastschwestern professionell tanzen, konnte ich auf viele Wettbewerbe mitkommen und echt gute Tänzerinnen und Tänzer sehen. Ich durfte sogar auch einmal bei einem Wettbewerb mitmachen. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Außerdem konnte ich noch die für Irland typische Sportart Hurling kennenlernen. Beschreiben würde ich es quasi als Hockey in der Luft und es wird dort viel gespielt.

Zum Abschluss kann ich sagen, dass mein Irlandaufenthalt eine super Erfahrung war. Ich durfte so viele nette Leute kennenlernen und dazu noch eine andere Kultur erleben und mein Englisch verbessern.

Johanna aus der Jahrgangsstufe 9 verbrachte im Schuljahr 2016/17 fünf Monate in Irland