„Alte Energie“ neu erlebt: Exkursion ins Ruhrgebiet

„Alte Energie“ neu erlebt: Exkursion ins Ruhrgebiet

Wieder starteten in der vorletzten Woche (Montag, 19.06.2017), die EF-Erdkundekurse des Graf-Adolf-Gymnasiums mit ihren Lehrkräften Christine Dormann und Christianrn Riesenbeck in Richtug Ruhrgebiet: Ziele waren Recklinghausen, die die Halde Hoheward und das RAG-Trainingsbergwerk.

Ideengeber zu dieser Tour war der Vater einer Schülerin, Herr Ambrock, selber Bergmann, zuerst im Ruhrgebiet und heute in Ibbenbüren. Er vermittelte spannende Informationen und eine authentische moderne Bergmannsperspektive aus erster Hand. Trotz Temperaturen von über 30 Grad und kaum Schatten erklommen alle die über 150m hohe Halde Hoheward und hielten sich dort mehrere Stunden auf: Drachenbrücke und Aussichtsplattformen gaben den Blick unter anderem frei auf die Zeche Ewald und die Veltins-Arena. Zwei weitere Ruhrgebiets-Attraktionen, Horizontobservatorium und Obelisk, wurden durch Kurzreferate vorgestellt.

Die zweite Station war das frühere Trainingsbergwerk für Bergleute. Dieses Bergwerk wurde 20m tief in eine ehemalige Halde gebaut. Nach einer kurzen Information, einem Film und einer Pause mit eisgekühlten Getränken ging es in den 1200 m langen Stollen. Olli und Uwe, zwei ehemaligen Kumpels, begleiten die Gruppe, erzählten viele Geschichten aus ihrer aktiven Zeit und ließen viele Dinge praktisch erleben. Es wurde Grubenfahrrad gefahren, und alle konnten den 40kg schweren Bohrhammer, der Sprenglöcher in die Stollen bohrt, ausprobieren. Bagger fahren und Geröll wegschaufeln, das Transportmittel Dieselkatze kennenlernen und durch 1,50 m niedrige Streben kriechen und laute, aktive Kohle- Förderbänder und Kohleabbaumaschinen erleben, war selbstverständlich auch inclusive. Es war ein anstrengender aber sehr erlebnisreicher Tag: Eine Reise in eine Arbeitswelt, die das Ruhrgebiet entscheidend prägte.

(Dm)