„Schölers leest Platt!“ im Lesewettbewerb am GAG

„Schölers leest Platt!“ im Lesewettbewerb am GAG

Am Graf-Adolf-Gymnasium nahmen in diesem Schuljahr wieder vierzehn Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 5 bis 12 an der Schulausscheidung des Plattdeutschen Lesewettbewerbs teil. Seit den 1960er Jahren wird er an vielen Schulen Niedersachsens und NRWs durchgeführt, gefördert durch den Kreisheimatbund und den Sparkassenverband.

Alle zwei Jahre begeistert das „Plattdütsk Wettliäsen“ besonders diejenigen, in deren Familien das Plattdeutsche noch eine Rolle spielt. Urgroßeltern, Großeltern und Eltern sprechen und bewahren den traditionellen regionalen Dialekt und bringen ihn den Kindern nahe. Viele nehmen schon in den Grundschulen begeistert an Arbeitsgemeinschaften und Wettbewerben teil. Schon die Titel der Werke, aus denen vorgelesen wird, geben Plattdeutsch-Laien Rätsel auf, was allen Könnern das Gefühl verleiht, hier einen wirklich interessanten Sprachschatz zu hüten, zum Beispiel bei „Alltiet Lieke drock! oder „Gerdken köpt Reiwenkrut“. Da ist „Leißlings Oma un de veerde Wagenklasse“ schon eher auch für Laien verständlich.

Am GAG war die Ausscheidung wieder sehr spannend: Alle hatten zuvor fleißig das Vorlesen ihrer Auszüge aus Geschichten oder Romanen geübt, um am Wettbewerbstag bei der plattdeutsch-kundigen Jury, den Lehrern Wolfgang Finkmann und Agnes Jansen-Netter, zu punkten.

In der Altersklasse für die Jahrgangsstufen 5 bis 8 gewann Timo Peters den ersten Platz, gefolgt von Greta Strüwe und Birte Huneke. In der Altersklasse für die Jahrgänge 9 bis 12 erlangte Hanna Huneke den ersten Rang, gefolgt von Henrike Strüwe und Elena Ruhashya.  

Das Plattdeutsche macht allen sehr viel Spaß und gibt ihnen das Gefühl, eine sehr besondere, eng mit unserer Region verbundene Fremdsprache zu lernen, vor allem im Wortschatz und in der Aussprache.

GAG-Plattdeutsch-Fans wünschen Hanna Huneke, die schon im letzten Jahr Schulsiegerin war, nun wieder „völl Pläsier“ bei der Weiterführung des Wettbewerbs auf Kreisebene: „Wat is dat doch van schön Geföil!“

(Hö)