Daniela drei Monate in Down Under

Daniela drei Monate in Down Under

Ich verbrachte drei Monate in Australien, in einem Vorort von Sydney. Drei Monate Strand, neue Freundinnen und Freunde, eine tolle Gastfamilie und viele neue Eindrücke.

Zuerst hatte ich recht großen Respekt vor dem Flug, da ich normalerweise höchstens vier Stunden oder weniger geflogen bin. Da war so ein 23-Stunden-Flug schon nochmal etwas anderes. Am 11. Juli brachten mich meine Eltern zum Flughafen in Greven und wir verabschiedeten uns für drei Monate. Dies war der erste Flieger, in dem ich alleine saß. Als ich in Frankfurt landete, traf ich auf weitere fünf Jugendliche aus Deutschland, die ebenfalls nach Australien flogen. Von da an war ich nicht mehr auf mich allein gestellt. Auch der Flug nach Singapur und der Flug von Singapur nach Sydney sind reibungslos verlaufen.

Meine ersten Tage in Sydney verbrachte ich mit den anderen Austauschschülerinnen und -schülern, die ich in Frankfurt getroffen hatte. Zusammen mit einer Reiseführerin liefen wir durch Sydney und unternahmen Sachen wie Surfen, einen Zoo-Rundgang, eine Besichtigung der Harbour Bridge und vieles mehr. Mir persönlich hat die „Orientation“, eine Orientierungsphase, sehr geholfen, da man sich dort schon etwas an das Englisch gewöhnen kann und man auch Leute um sich herum hat, die dieselben Erfahrungen machen wie man selbst.

Nach der „Orientation“ brachte mich ein Bus zu meiner Gastfamilie. Im Bus war ich noch sehr aufgeregt, weil die Gastfamilie meiner Meinung nach das Wichtigste am ganzen Austausch ist. Man lebt für drei Monate in einer völlig fremden Familie und wenn das nicht passt oder ihr euch gar nicht mögt, dann kann das einen sehr negativen Einfluss auf den Austausch haben. Eine andere „Angst“, die ich vorher hatte, war, dass mein Englisch möglicherweise zu schlecht sein könnte und ich mich nur kaum mit meiner Gastfamilie austauschen könnte. Letztendlich war aber alles sehr gut. Meine Gastfamilie war super lieb. Meine Gastmutter war super, genauso wie mein Gastvater. Sie hatten ebenfalls eine kleine Tochter und einen Hund, die ich beide total in mein Herz geschlossen habe. Außerdem hatte ich drei ältere Schwestern, mit denen ich oft etwas unternommen habe. Die englische Sprache war auch nicht wirklich ein Problem, da man sich sehr schnell eingewöhnt. Ich wünsche jedem, der auch so einen Austausch macht, dass er in eine genauso tolle Familie kommt.

Die Schule, die ich während meines Aufenthalts besucht habe, war eine relativ kleine Schule, in der jeder jeden kennt. Deshalb machte ich sehr schnell neue Bekanntschaften, da es für die normalen Schülerinnen und Schüler ziemlich interessant war, mal wieder neue Leute an der Schule zu haben. Die Lehrerinnen und Lehrer waren nett und der Unterricht war sehr gut verständlich. Hausaufgaben musste ich nur selten machen, allerdings schrieb ich ein paar Klassenarbeiten mit. Die Pausen verbrachte ich hauptsächlich mit Australierinnen und Australiern, da ich mich von den deutschsprachigen Austauschschülerinnen und -schülern fernhalten wollte, um mein Englisch so gut wie möglich zu verbessern. Alle waren sehr aufgeschlossen und ich fand schnell Freundinnen und Freunde. Ich musste eine Schuluniform tragen, was sich als ziemlich praktisch herausgestellt hat, da man nicht jeden Morgen etwas zum Anziehen raussuchen musste.

Die meisten Freundinnen und Freunde fand ich in der Schule. Wir trafen uns oft nach der Schule oder am Wochenende zum Shoppen oder wenn sie mir bestimmte Orte, Sehenswürdigkeiten oder Restaurants zeigen wollten. Auch ein paar Geburtstage feierte ich mit. Weitere Freundinnen und Freunde fand ich unter anderem in einem Kirchenkreis, auf Geburtstagen oder man kam einfach ins Gespräch.

Am 29. September fuhren mich meine Gasteltern zum Flughafen. Wir aßen noch etwas zusammen und dann musste ich mich verabschieden. Ich war wirklich ziemlich traurig, Australien verlassen zu müssen, aber freute mich auch etwas auf zu Hause. Als ich durchs Gate ging, war ich wieder auf mich alleine gestellt. Das einzige Problem, das sich mir stellte war, dass ich kein Geld mehr auf meiner Kredit-Karte hatte und das einzige Bargeld, das ich noch dabei hatte, waren Euros. Der Flug nach Singapur war okay. Ein paar Turbulenzen, aber sonst war alles gut. Angekommen in Singapur konnte ich meine Euros dann gegen SP-Dollars eintauschen und konnte endlich etwas anderes als Flugzeugessen essen. Auch der Flug nach Frankfurt war okay. Der letzte vorgesehene Flug war nach Düsseldorf, da es keinen Flug nach Greven gab. Von dort würden meine Eltern mich dann abholen. Nach stundenlangem Warten am Gate, bekam ich eine Nachricht auf mein Handy, dass der Flug nach Düsseldorf abgesagt wurde. Ich bekam darauf ein Zugticket und musste dann mit dem Zug nach Düsseldorf fahren, wo mich meine Eltern schon erwarteten.

Im Endeffekt bin ich sehr froh darüber, einen Austausch gemacht zu haben. Es hat meinem Englisch sehr geholfen, ich habe super nette, neue Leute kennengelernt und bin einfach viel selbstständiger geworden. Ich bin super dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, drei Monate ins Ausland zu gehen. Deshalb kann ich nur jeder und jedem raten, einen Austausch zu machen, wenn man die Möglichkeit hat.

Daniela Rehkopf aus der Einführungsphase hat im Sommer und zu Beginn des Schuljahres 2018/19 drei Monate in Australien verbracht.