Von der Ordnung zur Unordnung – Schüler*innen erstellen spannende Drucke

Von der Ordnung zur Unordnung – Schüler*innen erstellen spannende Drucke

Die traditionelle Technik der Kaltnadelradierung lernte die Klasse 10b des Graf-Adolf-Gymnasiums im ersten Schulhalbjahr 2025/26 im Kunstunterricht bei Ludwig Burandt. kennen. Die Jugendlichen erstellten zunächst Entwürfe für eine Reihe zum Thema Ordnung – Unordnung (Chaos). Hierzu testeten sie mit Hilfe von Fundstücken verschiedene Kompositionen, fotografierten sie und übertrugen sie schließlich jeweils auf eine Druckplatte. Die Technik zählt zu den künstlerisch sehr anspruchsvollen Drucktechniken, was sich im weiteren Verlauf zeigte.

Mit einer Stahlnadel wurden die Entwürfe seitenverkehrt in eine Druckplatte geritzt: Dabei wird das Material aufgerissen und verdrängt. Die Kratzer nehmen die Druckfarbe auf, und das Druckbild wirkt rau und malerisch, weil sowohl in der Vertiefung als auch an den aufgeworfenen Graten Druckfarbe verbleibt und dies für einen weichen, kreidehaften Ausdruck sorgt, welchen schon Rembrandt van Rijn geschätzt hat. Nach dem flächigen Einfärben folgte das sorgfältige Auswischen überschüssiger Farbe, bis das Druckbild einheitlich zu sehen war. Gedruckt wurde auf Kupferdruckpapier an der Zylinderpresse.

Es entstanden ordnungsbetonte und dynamische Drucke, die den Übergang von einem zum anderen Zustand zeigen. Eine Besonderheit war die Nutzung von alten Plastikkarten, die, ausgedient, statt im Müll zu landen nun Trägermaterial vieler kreativer Entwürfe wurden und somit ein Beispiel für Nachhaltigkeit sind, indem gebrauchte Materialien erneut verwendet werden. Insgesamt eine kreative und aufwändige Technik, die was den Druckvorgang anging, auch das kooperative Arbeiten förderte, so Kunstlehrer Ludwig Burandt.

(Bt /Ho)