Schulpartnerschaften Namibia

Namibia-Gruppe 2014 Berlin

Die Verbundenheit des GAG mit Namibia geht zurück auf den einst durch Herrn Nienhüser initiierten Individualaustausch. In diesem Rahmen konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Schüler die Schönheit und Vielseitigkeit dieses faszinierenden Landes hautnah erleben. Jedoch entstand durch die Erlebnisberichte der Heimkehrer bisweilen der Eindruck, dass die reichen Privatschulen, mit denen der Austausch in erster Linie stattfand, unseren Schülern nicht immer einen authentischen Einblick in das Leben in einem Entwicklungsland vermittelten.

So nutzte Herr Pfohl die Mitgliedschaft des GAG im UNESCO-Netzwerk für die Suche nach geeigneten staatlichen Schulen für eine Partnerschaft. Die Wahl fiel letztendlich auf das Concordia College in Windhoek, da sich viele Parallelen in Bezug auf Schulprogramm und Erziehungsphilosophie zeigten.

Nachdem Frau Plikat-Schlingmann auch das offizielle grüne Licht des UNESCO-Bundeskoordinators für dieses Vorhaben eingeholt hatte, kam es im Sommer 2009 zum ersten Besuch des Concordia Colleges im Rahmen einer Studienreise durch Namibia.

Eine kleine Delegation des Graf-Adolf-Gymnasiums, bestehend aus Herrn Pfohl und Herrn Dr. Hefner, suchte die etwas auߟerhalb des Stadtzentrums gelegene Schule auf und wurde schlieߟlich von dem Direktor, der Deutschlehrerin Mrs. Jackey Tjikumise und dem UNESCO-Beauftragten der Schule Mr. Eslon Kaangundue empfangen. Die anfängliche Zurückhaltung der Gastgeber wich im Gesprächsverlauf wachsendem Interesse und es zeigte sich, dass auch in den Zukunftsvisionen der beiden Schulen viele Gemeinsamkeiten zu finden waren.

Kernpunkt der gemeinsamen Planung bildet der Austausch von Schülerportfolios durch den sich Schüler mit gemeinsamen Interessen online kennen lernen und einige von ihnen letztendlich an einem Schüleraustausch teilnehmen. Alle Organisatoren waren sich einig, dass der kulturelle Mehrwert für die Schüler im Gastland erhöht werden sollte. So nehmen die deutschen Schüler an UNESCO-Camps unter der Leitung von Mr Kaangundue teil und besuchen auch die Armenviertel.

Konkretisiert wurde dieses Konzept an hoch offizieller Stelle bei einem Empfang im namibischen Kultusministerium. Dort zeigte sich die oberste Generalsekretärin beeindruckt und unterstützte vor allem das Vorhaben, den Schülern einen authentischen Eindruck von Namibia zu vermitteln, nachdrücklich.

In der Folgezeit entwickelte sich ein reger Internetkontakt und so wurden die internationalen Projekttage im April 2010 zum Anlass genommen, die beiden Austauschlehrer an das Graf-Adolf-Gymnasium einzuladen, wo sie in die Projektarbeit eingebunden waren, einen Eindruck von der Schule gewinnen konnten und wo vor allem auch die Pläne des Austauschprogramms mit weiteren Kollegen optimiert werden konnten.

Im Jahr 2014 feierten wir bereits das 5. Jahr unserer Schulpartnerschaft mit dem Concordia College. In diesem Zeitraum haben an die 40 Schülerinnen und Schüler von beiden Schulen an dem Austauschprogramm teilgenommen und viel über Land und Leute gelernt. Die Verbindung ist inzwischen ein fester Bestandteil unseres Schulprogramms und einer der Schwerpunkte unserer UNESCO-Arbeit im Rahmen des Nord-Süd-Dialogs.