Das GAG als UNESCO-Projekt-Schule

Es lag in der Luft
Wie aus Traditionen, Impulsen und Experimenten ein Schulprofil und eine UNESCO-Projekt-Schule geworden ist:
Das Graf-Adolf-Gymnasium mit seinen über 800 Schülern und 50 Lehrern ist vergleichbar mit den Gymnasien in seiner Region, auf der anderen Seite jedoch bietet es nicht nur Standards an, sondern steht unverwechselbar für ganz bestimmte Profilzüge.
Die Bausteine unseres Schulprogramms sind nicht willkürlich gesetzt, sondern Produkte unserer eigenen Geschichte, die von den Ansprüchen und Ideen der Menschen, die hier lernen und lehren, bestimmt ist.
Ein außergewöhnlich waches politisches Bewußtsein zeigten unsere Schüler im Jahr 1992 mit ihrer Kundgebung gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit.
Sven Schröder (Abitur 1993), der damals in der SV mitarbeitete und diese Aktion mitplante und realisierte, äußerte sich nach der Aktion und sagte : "Wichtig war uns, dass auch die Schule als Institution versucht, sich zu äußern, dass sie sich wertend zu demokratischen Grundsätzen bekennt. Es geht darum, dass man Schülern auch das Gefühl vermittelt, dass sie, wenn zusammenhalten und sich anstrengen, etwas verändern können. Wichtig ist die Erfahrung, dass sie selbst Einfluß darauf haben, was mit ihnen und ihrer Umwelt passiert."
Dieses Bewusstsein war und ist die Basis dafür, dass Schüler, Eltern und Lehrer den Gedanken, das Graf-Adolf-Gymnasium als UNESCO-Projekt-Schule zu sehen, als einen sehr selbstverständlichen ansehen.


Das Graf-Adolf-Gymnasium als UNESCO-Projekt-Schule
Am 1. August 2006 wurde das Gymnasium interessierte Schule im Netzwerk der UPS-Schulen.
Der UNESCO-Ausschuss – bestehend aus Schülern, Eltern und Lehrern - stellte am 8. Mai 2008 an die Lehrerkonferenz und an die Schulkonferenz (11.06.08) den Antrag auf das Einverständnis der Gremien mit dem nächsthöheren Status des GAG als mitarbeitende UNESCO-Schule.
Und am 12.09.08 begrüßte der Regionalkoordinator Herr Hußmann das Gymnasium als mitarbeitende Schule im Netzwerk.
Eine Grundbedingung für die Schulen im UNESCO Netzwerk ist, dass auf dem Stundenplan dauerhaft die vom Bewusstsein der Einen Welt und einer Kultur des Friedens geprägten Zielvorgaben stehen.
Die so genannten vier Säulen der UNESCO sind:
- Erziehung zur Demokratie auf der Basis der Menschenrechte: Dazu gehören Friedenserziehung, Erziehung zu Toleranz und Bekämpfung von Armut und Elend.
- Erwerb interkultureller Kompetenz durch vielfältige Begegnungen: Hierzu zählen interkulturelles Lernen, kulturelle Bildung, Austauschprogramme, Erziehung zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit.
- Umwelterziehung im Sinne der Agenda 21: Dies bedeutet Engagement für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung in den Bereichen von Wirtschaft, Energiegewinnung und Energieverbrauch.
- Förderung des globalen Lernens: Schüler sollen erkennen, dass eine gerechte globale Entwicklung nur im Rahmen einer ausbalancierten Weltwirtschaft und fairem Handel stattfinden kann.
"Unterwegs in Einer Welt" war genau die passende Überschrift des Artikels, der am 27. April 2008 in den Westfälischen Nachrichten im Anschluss an den Internationalen Projekttag 2008 mit dem Thema Nebeneinander-Miteinander-Heimat finden, der am Graf-Adolf-Gymnasium drei Tage lang mit allen Schüler, Lehrern und auch einigen Eltern durchgeführt wurde.
Vierzig Gruppen widmeten sich auf ganz unterschiedliche Weise der Friedens- und Menschenrechtserziehung, engagierten sich für Umweltschutz und versuchten auf ganz praktische Weise andere Kulturen zu erleben.
Hier zeigte sich ganz einfach, dass UNESCO-Projekt-Schule zu sein zwar auch mit Arbeit und Anstrengung zu tun hat, aber vor allem Freude macht und uns teilhaben lässt an einer Bewegung, die mehr als 8000 Schulen in 177 Ländern der Welt umfasst. Das Graf-Adolf-Gymnasium ist aktiv in diesem Netzwerk und unterwegs in dieser Einen Welt.
Mehr Informationen über das Netzwerk der UNESCO-Projekt-Schulen hier

Schulinterne Infoveranstaltungen und Fortbildungsseminare, Gastvorträge, themenorientierte Projekte bilden die Basis unserer Arbeit. Unsere Unesco-Projekt-Gruppe, die von Kerstin Plikat-Schlingmann betreut wird, besteht aus 29 Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Jahrgangsstufen, und sie haben schon zahlreiche schulinterne Veranstaltungen mitgestaltet, wie z. B. die Aktion „Mäuse für Mäuse“, um das Kinderdorf Reintegrar in Brasilien zu unterstützen, und „Eine Mütze voll Leben“.Für mehr als 160 Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern des Graf-Adolf-Gymnasiums standen kurz vor Weihnachten 2008 nicht Mathe und Musik, sondern Mützen-Stricken auf dem Stundenplan. Insgesamt 270 Mützen konnten wir an das Berliner Büro von „Save the Children“ schicken Mithilfe der gestrickten Mützen wird den Neugeborenen in den ärmsten Ländern der Welt sehr geholfen, da es für Babys fast unmöglich ist, ihre Körpertemperatur aus eigener Kraft zu halten. Infolgedessen sind sie schneller anfällig für lebensbedrohliche Infektionen. Eine Mütze hilft dem Kind, seine Körpertemperatur zu halten.
Kerstin Plikat-Schlingmann

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